Für Besucher und Adoptanten
Der Tierschutzverein SOS-Dogs e.V. hat Ihnen Ihren Hund vermittelt und Sie möchten uns und anderen Adoptanten von Ihren Erfahrungen berichten? Hier haben Sie die Möglichkeit, uns zu schreiben. Ihr Beitrag ist für alle Interessenten einsehbar und ist sicherlich für den ein oder anderen eine Entscheidungshilfe bei der Frage, ob es denn nun ein Hund aus dem Tierschutz sein darf – oder vielleicht sogar sein soll? Haben Sie Ihren Hund umgetauft? Bitte beziehen Sie sich in Ihrem Eintrag ins Gästebuch bitte auch auf den ursprünglichen Namen.
Sie sind auf der Suche nach einem Hund oder nach Infos zum Tierschutz in Spanien auf unsere Homepage aufmerksam gemacht worden und möchten uns mitteilen, dass sie zu Besuch waren? Vielleicht haben Sie auch Anregungen oder Verbesserungsvorschläge für uns. Unser Gästebuch bietet Ihnen die Möglichkeit für eine Rückmeldung.
Wir danken Ihnen für Ihre Mühe und freuen uns, von Ihnen zu lesen!
als erstes möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Frau Lohölter bedanken, für die unkomplizierte und freundliche Betreuung, vom ersten Anruf bis zur Übergabe unseres neuen Familienmitglieds. Ich kann alle Interessenten versichern, dass hier alles seriös zugeht und die Leute des Vereins mit sehr viel Engagement und Herzblut, sich um die Vermittlung der Tiere kümmern. Meinen größten Respekt hierfür!
So und jetzt zum Hund. 😊 Genau 10 Wochen ist es jetzt her als Rubio (ehemals Polanski), der kleine Ratanero Mischling in unser Leben gekommen ist. Als er zu uns kam war er gerade erst 4 Monate alt und ziemlich platt und eingeschüchtert von der anstrengenden Fahrt aus Andalusien.
Am dritten Tag bei uns, war er „akklimatisiert“ und ist schon Welpen typisch durch die Wohnung gefegt und hat uns alle mit seiner Lebensfreude begeistert. Nach gut zwei Wochen war er Stubenrein und die Grundkommandos haben auch funktioniert. Was ich damit sagen will ist, dass jeder der sich für ein Hund entscheidet, egal ab vom Tierschutz oder nicht, sich dieser nicht immer einfachen Aufgabe bewusst sein sollte. Nur dann klappt es auch mit dem gemeinsamen Happy End.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich mit Rubio einen neuen besten Freund gefunden habe. Ich bin für ihn da und er ist es für mich. Tagsüber Action beim Spielen und Gassi gehen und abends zusammen auf der Couch kuscheln. Wie gesagt…ein gemeinsames Happy End eben.
Ich wünsche Allen ein gutes neues Jahr und vielen Hunden ein tolles für immer Zuhause.
Seid dem 15.5.21 bereichert eine überaus hübsche russische Hündin namens Choli mein Leben 😍
So ein toller Hund ist mir in meinem ganzen Leben noch nie begegnet und ich schreibe, tatsächlich gerade mit feuchten Augen der Rührung, das ausgerechnet ich ihr ein neues Zuhause geben durfte!!
Man sieht ihrem Kopf an, das sie in ihrem alten "Leben"(vor SOS-Dogs) wohl so manche Prügel hat ertragen müssen und trotzdem ist sie so unfassbar lieb. Sie freut sich über jeden menschlichen Besuch und kann gar nicht genug bekommen von Streicheleinheiten. Sie wickelt alle um ihre charmante Pfoten 😊
Den HSH-Mix in ihr lässt sie nur selten zum Vorschein kommen - sie ist nicht territorial und teilt mit jedermann "ihr" Gassi-Revier, pöbelt nicht an der Leine und die typischen Geräusche auf dem Land zB. Trecker stressen sie so gar nicht.
Choli ist sehr wachsam, aber keine Kläfferin! Sie sagt kurz Bescheid - da ist was, und überlässt uns den Rest.
Zu 99% haben wir eine ruhige und ausgeglichene Hündin.
Die 1%, wo sie dann aus der Hose springt nennen sich Hase, Reh und frei laufende Katze....
Daran arbeiten wir gerade und mit der Zeit wird auch das werden.
Es klappt so vieles sooo gut mit Choli und sie lässt sich jeden Tag immer mehr auf mich ein.
Manchmal zeigt sie sich auch von ihrer verspielten Seite und ist dann ein "kleiner" Clown - aber nur in der Wohnung. Draußen ist sie sehr ernsthaft unterwegs.
Ich möchte mich von ganzem Herzen bei Hilal Ata für die tollen Kontakte während der Vermittlung bedanken und auch bei Elena (aus Russland) für die Pflege meiner süßen Maus und die netten Kontakte! 😘
Ich kann jedem nur empfehlen einen Hund von SOS-Dogs zu adoptieren, denn dort arbeiten Menschen mit unglaublich viel Herzblut. Und die ehrlichen Profile ihrer Schützlinge sprechen für sich!
In der heutigen Zeit ist das keine Selbstverständlichkeit.
Ja, es ist ein wenig verrückt und vielleicht auch gewagt einen Hund zu adoptieren den man nicht persönlich kennt, aber wenn man ehrlich zu sich und den Vermittlerin ist, findet den perfekten Hund für sich.
Der lebende Beweis wohnt bei mir und in vielen anderen Familien!!
Sorry für den Roman, aber all das (und eigentlich noch mehr) lag mir auf der Seele.
Liebe Grüße von Choli und ihrem stolzen Frauli
Im neuen Jahr beginnen wir mit Hundesport.
Ein Dank geht auch an Frau Zelante, die weiterhin ein offenes Ohr für etwaige Probleme hat.
Jederzeit wieder eine Adoption über SOS Dogs und weiterhin viel Erfolg bei der Tiervermittlung.
Ganz liebe Grüße und
Das habe ich nämlich mittlerweile durch intensives Suchen im Internet herausfinden können. Für diese Rasse gibt es wohl auch einen Rassestandard, aber sie gehört eindeutig zu den sehr seltenen Rassen außerhalb von Russland und einigen Ländern Osteuropas und Skandinaviens. Mein Hund ist also ein Jagdhund, recht hochläufig, und für Stöber- und Treibjagden bestens geeignet. Ein mir bekannter Jäger hat mir erzählt, er habe diese Hunde nicht nur bei der Jagd auf Hasen und Füchse erlebt, sondern auch auf Elche. Ich habe also ein ganz besonderes Tier, mit ganz besonderen Eigenschaften und entsprechenden Herausforderungen an den Halter. Hab ich vorher natürlich nicht gewusst. Ebenfalls nicht erklären konnte ich mir die anfänglichen Wehwehchen und Durchfälle meiner Hündin, heute weiß ich, daß in der Geburtsgegend von Molly ganz andere Bakterien, Viren und Parasiten vorherrschend sind als in Deutschland. Molly musste schlicht ihr Immunsystem auf die hiesigen Bedingungen umstellen.
Molly zieht morgens an der Leine wie ein russischer Sattelschlepper. Das hängt damit zusammen, daß Bracken auf frische Spuren gehen, und das ist morgens der Fall. Davon bekomme ich sie wirklich nur sehr schwer ab, am ehesten hört sie da noch wenn wir bereits einige Kilometer und Stunden gelaufen sind. Dann wird´s langsam entspannter. Ich bin sicher, daß wir hier noch immer einen langen und mühsamen Weg vor uns haben. Die Grundkommandos wie „Sitz, Platz, Bleib, Stop, Fuß…) klappen noch gar nicht bis gelegentlich. Ich weiß aber mittlerweile, wann und wo ich sie von der Leine lassen kann, wie sie auf andere Hunde und Menschen reagiert und daß sie es liebt in der Selz, unserem hiesigen kleinen Flüsschen/Bach herum zu plantschen. Dann kommt sie auch freudig und schnell zu mir zurück wenn ich sie rufe. Aber ich bin mir ihrer definitiv noch nicht sicher, und wir müssen noch sehr viel üben und aufeinander eingehen. Ich möchte gerne erreichen, daß sie mich „fragt“ ob sie dem Karnickel hinterher rennen darf, und daß sie dann auch ein „Nein“ akzeptiert. Ich will keinesfalls einen anderen Hund aus ihr machen! Aber wir müssen intensiv, dauerhaft und womöglich jahrelang an unserer Partnerschaft arbeiten. Sie ist kein Hund, der zuhause an der Heizung liegt und Basta. Ich habe Molly jetzt dreieinhalb Monate und habe 8 Kg an Gewicht verloren! Das ist ein überaus erfreulicher Nebeneffekt unseres Zusammenlebens, und das hatte ich mir unter anderem auch so erhofft.
Molly hatte von Anfang an keinerlei Probleme oder Ängste gegenüber anderen Menschen, nur mit anderen Hunden. Heute glaube ich, daß sie ihrem Früheren Besitzer während einer Jagd abhanden gekommen ist und sich möglicherweise einem kleinen Rudel, welches ebenfalls im Wald gelebt hat und vielleicht eine ähnliche Biographie hatte, angeschlossen hat. Aber das ist nur eine Theorie die wohl nie überprüfbar sein wird. Es würde jedoch erklären, wieso mein Hund gegenüber anderen Hunden eher ängstlich und zurückhaltend ist, weil sie eben noch sehr jung ist (soll im August zwei Jahre alt werden) und einen entsprechend niedrigen Rang in einem Rudel gehabt hätte. Aber das wird langsam, aber sicher deutlich besser – sie hat mittlerweile unter den hiesigen Hündinnen einige Freundinnen gefunden mit denen sie gerne spielt. Rüden sind für sie eher bedrohlich und sie wollen immer ihre Nase irgendwohin ganz feste schieben wo sie das nicht will…
Molly ist ziemlich sensibel und feinfühlig, sie reagiert auf sehr viele kleine Zeichen, aber ich muss akzeptieren was sie ist: eine effektive, starke und wunderhübsche russische Jagdhündin mit entsprechenden Anlagen!
Vielleicht kann ich ihr mit „Man Trailing“ oder etwas ähnlichem eine Aufgabe anbieten die ihr liegt.
Ich will damit sagen, daß man wirklich nicht genau weiß, was auf einen zukommt, wenn man einen Tierschutzhund adoptiert. Aber wenn man sich darauf einlassen kann, dann ist es ein Abenteuer voller Überraschungen und ungeahnter Wendungen, und man lernt jeden Tag neu dazu!
Lassie (jetzt Tilda) lebt seit nun fast 4 Monaten bei uns in der Familie. Nach anfänglicher Ängstlichkeit entwickelt sie sich zusehens zu einer selbstbewussten Hündin.
Sowohl Menschen als auch Artgenossen/ Katzen gegenüber zeigt sie das im Vorgespräch geschilderte friedvolle Verhalten. Sie lernt sehr schnell und zeigt vorwiegend hütehundtypisches Verhalten ( ist auch optisch viel Collie drin!)
Wir würden gerne etwas über die Entwicklung ihrer Geschwister (Ira, Irma, Lacta Lucy2, Luna und Luis2 ) erfahren.
Nochmals vielen Dank an alle Mithelfer-innen für euren Einsatz und alle Bemühungen!
Familie Hoffmann
Molly (sie hieß früher Zarya) ist morgen 5 Wochen bei mir, und wir haben einiges miteinander erlebt, erlitten und bewältigt! Ich würde heute Mollies Zustand mal mit dem Wort "Angekommen" umschreiben. Wir haben es geschafft, Vertrauen zueinander aufzubauen, und wir arbeiten intensiv an unserer Kommunikation. Wir haben bisher erreicht, daß Molly mir glaubt, daß die Treppen in meinem Mehrfamilienhaus nicht vor der Tür des Hundeschlächters enden, daß sie freiwillig in die Box im Auto springt, "Sitz" auch ohne Leckerchen macht und ich das dauernde Gefühl habe, daß sie mich anhimmelt. Das beruht allerdings in weiten Teilen auf Gegenseitigkeit.
Wir arbeiten noch weiter intensiv an den Grundkommandos, in erster Linie an der Leinenführigkeit und der Abrufbarkeit. Hier hat mir persönlich der entsprechende, käuflich zu erwerbende Lehrgang aus der "Dog-University" von Daniel Jöres geholfen, vielleicht weil er ein abgeschlossenes Studium der Psychologie hat und damit oft eine Sprache spricht, die ich gut verstehe. Aber, wie gesagt, wir haben da noch so einiges zu lernen!
Natürlich hat´s auch einige Herausforderungen und Probleme gegeben! Molly hat zum Beispiel einen, wie ich finde, empfindlichen Magen. Wir hatten jetzt zwei mal einen wirklich heftigen Durchfall bei ihr zu verkraften, wobei beim ersten Mal der Besuch der Notaufnahme der Tierklinik in Hofheim unser wesentliches Sonntag-Abend-Programm war... Später gab´s noch einen Tierarztbesuch weil ich wissen wollte, wie denn ihr Gesamtzustand so ist - und der war, Anubis sei Dank, ganz ausgezeichnet!
Nach meiner Kenntnis wurde Molly in der Nähe von Moskau im Wald aufgegriffen, vermutlich im Alter von etwas über einem Jahr. Dort hat sie offenbar gelernt hochkonzentriert Spuren zu folgen, und sie hat wohl auch gelernt daß andere Hunde ihr nur ganz selten wohlgesonnen sind wenn es ums Überleben geht. Mit Menschen hatte sie vermutlich so gut wie keine Erfahrungen gemacht, vor allem keine oder nur extrem wenig schlechte. Da müssen wir ebenfalls ein bisschen für positive Erfahrung mit anderen Hunden sorgen was nicht ganz so einfach ist. Ich führe sie ausschließlich an der Leine, und das engt die Erfahrungen ein. Auf dem abgezäunten, riesigen Hundeplatz kann ich sie zwar frei laufen lassen, aber da laufen eben auch alle anderen Hunde frei herum. Allerdings ist Molly ziemlich schnell, aber sie kommt trotzdem zu mir wenn sie zu sehr bedrängt wird. Na ja, das ist sicher auch eine Altersfrage.
Ansonsten versteht es Molly die Herzen aller, die sie kennenlernen, für sich zu gewinnen! Das ist vor allem bei meiner Familie wichtig, ich habe drei Enkel zwischen sechs und einem Jahr. Meine jüngste Tochter hat sie einmal im Spiel etwas unsanft in die Hand gekniffen, bei mir war sie derartig sanft daß ich das noch nicht mal spüre, wenn sie meine Hand im Maul hat. Gehen tut das trotzdem nicht, und ich denke, das hat sie auch verstanden, aber ich muss das weiterhin sehr genau beobachten.
Fazit: ich könnte noch seitenlang weitere Sachen erzählen die wir gemeinsam erleben. Ich versuche aber, nicht nur die positiven Dinge zu erzählen, sondern auch die Herausforderungen. Fest steht aber, daß ich Molly nicht mehr missen möchte, auch wenn ich manchmal Mordgedanken im Herzen habe wenn sie mal wieder an der Leine zieht wie wenn´s kein Morgen gebe. Da hilft mir der Gedanke, daß das aufhören wird wenn wir noch besser miteinander zu kommunizieren gelernt haben.
Allerdings, wenn ich mir die Schuhe anziehe, dann ist mein Kopf genau auf Mollies Höhe, und sie kann ihre Zunge zwischen meine Augen und meine Brille schieben und dabei wie verrückt mit dem Schwanz wedeln und den Prozess des Schuheanziehens damit minutenlang ausdehnen. Warum kommt mir das nur nicht als vergeudete Lebenszeit vor??
auch wir möchten an dieser Stelle einen ganz herzlichen und aufrichtigen Dank aussprechen. Unser kleiner Elliot ist zwar erst ein paar Tage bei uns, aber er hat sofort alle Herzen mit seiner freundlichen und aufgeschlossenen Art erobert. Bereits nach den wenigen Tagen können wir uns nicht mehr vorstellen, ihn nicht bei uns zu haben. Ich bin überrascht, wieviel Bindungsbereitschaft der kleine Kerl mitgebracht hat! Er ist sehr neugierig und schaut sich alles ganz in Ruhe an um sich dann völlig unaufgeregt einer neuen Situation zu stellen. Sehr erfreulich ist auch, dass er sich sehr gut mit unserem Seniorhund und unserer Katze versteht (sie versteht allerdings seine Spielaufforderungen nicht...). Allerdings hat er noch nicht ganz verstanden, dass Pipi und die Häufchen draußen gemacht werden - aber das bekommen wir sicher noch hin.
Auffällig ist auch seine völlig unkomplizierte Art. Er liebt es zu kuscheln und das möglichst hauteng. Kurzum, bereits nach wenigen Tagen hatte er sich eingelebt und tut so, als wäre er schon immer bei uns gewesen ☺. Wir möchten ihn nicht mehr missen!
Danke an das gesamte Orgateam, welches hervorragende Arbeit geleistet hat. Vom ersten Kontakt bis zur Übergabe war alles perfekt organisiert und durchdacht. WOW!!!!
Und vor allem DANKESCHÖN für diesen wundervollen Hund!
Gabi Weiland aus Grafenau
ich habe mich für die Adoption eines Hundes aus Russland beworben und möchte etwas zu meinen Erwartungen, Hoffnungen und Gedanken zu der Adoption eines mir - jenseits von vielen Videos und Bildern - völlig unbekannten Hundes aus der Betreuung von SOS-Dogs sagen, auch wenn dies kein Forum ist. Der Hund ist noch nicht bei mir, wird jedoch hoffentlich trotz schwieriger Reisebedingungen bald bei mir eintreffen.
Zunächst ist mir wichtig zu betonen, daß ich mir darüber im Klaren bin, daß alle Informationen zu dem Tier, zu dem ich mich sehr hingezogen fühle, extrem einseitig sind. Der Hund kennt mich nicht und will eigentlich nur die Sicherheit, die ihm im besten Falle Konstanz (schreibt man das so?), Berechenbarkeit, Zuverlässigkeit und die Erfüllung aller anderen Grundbedürfnisse, geben. Das Grundbedürfnis "Sicherheit", welches wir Menschen übrigens auch haben, ist bei dem Hund bereits mehrmals nachhaltig erschüttert worden, oft in einer Phase, in der er ganz besonders auf Schutz und Sicherheit angewiesen ist. Er ist ausgesetzt, geprügelt und verlassen worden, er ist oft genug fast verhungert, krank und völlig auf sich gestellt gewesen, in für ihn gefährlichen, lebensbedrohlichen Umgebungen und Situationen. Um zu überleben, musste er sein Verhalten diesen Gegebenheiten anpassen, und das hat etwas mit dem Hund gemacht
Beim Menschen führen solche Erschütterungen oft genug zu Persönlichkeitsstörungen und Traumata, die ziemlich komplex sind und langer Therapiezeiten bedürfen - sofern sich der Mensch über seine Störung oder des Traumas überhaupt im Klaren ist und die Probleme sieht. Die größten Probleme, welche sowohl beim Menschen als auch beim Hund auftreten, sind Beziehungsprobleme die aus der Fokussierung auf das Überleben resultieren. Es war wenig Platz für soziale Interaktion. Es geht deshalb darum, wieder sozial kompatibel zu werden. (da kenne ich mich beruflich bedingt etwas aus)
Sich an einen Menschen anzuschließen bietet, vom Mensch aus betrachtet, für den Hund viele Vorteile: Nahrung, Schutz, Unterschlupf… Der Mensch erwartet im Gegenzug nicht mehr und nicht weniger als möglichst innerhalb der ersten Woche ein Verhalten, welches dem von Lassie, Huutsch, Boomer und anderen Tieren, die man so im Unterbewusstsein hat, ähnelt. Bei dem Erfahrungshintergrund, den ein Tierschutzhund hat, schließe ich jedoch aus daß er diesen Erwartungen von Anfang an gerecht werden kann. Der Mensch, der den Hund adoptiert, denkt aber leider oft, daß dieses Konzept beim Hund intellektuell und genetisch nicht nur fest verankert sei, sondern daß es nur eines ausführlichen Gespräches mit dem neuen besten Freund bedürfe, um ihm - dem Hund - diese Dinge wieder in´s Gedächtnis zu rufen. So hat´s ja auch mit dem Partner, den Kindern etc immer geklappt. Kommunikation ist alles! Man vergisst mangels Erfahrung dabei, daß die kognitiven Eigenschaften eines Hundes nicht mit denen des Menschen vergleichbar sind. Die wichtigste Frage des Hundes wird vermutlich sein: wer ist der Boss? Kann Boss für meine Grundbedürfnisse sorgen so wie es ein Boss tun soll? Daraus folgt, daß nur und ausschliesslich das Verhalten des Menschen bestimmt, wie der Hund sich verhält – ohne Ausnahme.
Ein Hund ist meiner Erfahrung nach ziemlich gut darin, das Verhalten und die Emotionalität, die Energie der meisten anderen Lebensformen zu bemerken. Die Beobachtungen wird er nutzen, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Wenn der Mensch also in den Augen des Hundes unvernünftig, unverständlich und „kontraproduktiv“ agiert, wird der Hund voraussichtlich zunächst ebenso agieren. Dann wird seitens des Menschen intensiver auf den Hund eingeredet, es werden mehr Leckerchen gegeben, und es wird erwartet, daß der Hund endlich Dankbarkeit zeigt. Leider kennt der Hund das Konzept Dankbarkeit nicht. Er kennt Freude, Trauer, Schmerz, Lust, Angst, Hunger, und Durst - aber keine Dankbarkeit. Dem Hund ist völlig egal ob das Futter teuer oder nicht ganz so teuer ist, Hauptsache er bekommt es. Und es ist ihm zum Beispiel auch nicht egal, ob er Aufmerksamkeit bekommt. Man braucht sich nur mal mit seinem Hund in einem Raum zu befinden und ihn länger anschauen, oder eben nicht anschauen. Wenn ich der Boss bin wird Hund jede meiner Regungen positiv registrieren. Wenn ich nicht der Boss bin wird er eingreifen wenn er das im Sinne der „Rudelgesundheit“ für erforderlich hält. Er wird selbst für den Schutz des Rudels sorgen.
Ich will nun keinen Roman schreiben, zumal ich mein Halbwissen lediglich aus der eigenen Erfahrung mit bisher zwei Hunden und einem spanischen Tierschutzhund einer Freundin, einiger vor dreißig Jahren gelesenen Bücher und den üblichen YouTube Filmen habe. Hinzu kommt einiges an Human-Psychologie. Ich habe gelernt, daß es gut ist, wenn man sich außerdem ein bisschen mit der Psyche und den Kommunikationsmöglichkeiten des Hundes beschäftigt, erst recht weil der Mensch der Boss sein soll. Wenn wir diese Aufgabe nicht erfüllen, wird der Hund schweren Herzens die Aufgabe des Bosses übernehmen, gestresst und unglücklich, weil sein wichtigstes Rudelmitglied offensichtlich zu blöd ist die Regeln eines gedeihlichen Miteinanders zu kapieren. Um diese Regeln, ohne die man in der Welt des Hundes draufgehen kann, im Menschen zu verankern, ist Hund jedes Mittel recht, wirklich jedes. Wenn ich nicht in der Rangfolge unter dem Hund stehen will, sollte mir dies klar sein. Schwieriger wird es noch, weil der Hund Erfahrungen gemacht hat, die denen eines Flüchtlings aus einem Kriegsgebiet wahrscheinlich nicht unähnlich sind. Da ist Nachsicht des Bosses (Hund) lebensgefährlich. Es ist also wirklich viel besser, wenn der Mensch die Rolle des Chefs besetzt!
Ich denke, wenn dem zukünftigen Besitzer eines Tierschutzhundes diese Umstände klar sind, ist die Chance auf ein wunderbares und glückliches Miteinander besser. Die Lernkurve, die Mensch und Hund gemeinsam durchlaufen, wird von mehr Erfolg als Misserfolg geprägt. Mitleid wird zu Verständnis, und man kann ein richtig, richtig gutes Team werden.
Ich empfinde das als wunderbare Herausforderung und hoffe sehr, daß die glücklichen Momente die Probleme überwiegen werden, und man sich auf die nächsten gemeinsamen Erlebnisse freut.
Auch den Moment, in dem man morgens, noch sehr verschlafen, plötzlich mit nackten Füßen in einer braunen, noch körperwarmen Masse steht, die zwischen den Zehen hervorquillt, und über Mord nachdenkt, sollte man mit dieser Einstellung hinter sich lassen können. 😊
Nieder-Olm, 09.04.2021
Bernd Niethammer
ich habe Mitte Februar 2021 "Lucy" zu mir nach Hause geholt, und dieser Hund ist ein großes Geschenk an mein Leben. Ich hätte nie gedacht, daß ein 4 Monate alter Hund schon so viel Positives mitbringt, daß das Training eine gemeinsame Geschichte zwischen Hund und Mensch ist und mir viel von mir selbst zeigen kann. Und das ist etwas ganz Großartiges. Schon nach kürzester Zeit konnte ich mir ein Leben ohne Lucy nicht mehr vorstellen. Nach jedem Spaziergang genießt sie es mit großen Kulleraugen, wenn ich ihr sage, daß sie - für mich - der beste Hund der Welt ist.
Großer Dank an die Menschen, die diesen Hund für mich gefunden haben...:-)))
Auch sein Bruder kam mit einem Transport aus Griechenland nach Deutschland!
Für uns war es eine Herzensentscheidung und vom ersten Tag an, als wir mit sos-dogs in Kontakt traten lief alles reibungslos. Wir wurden über alles informiert was für uns wichtig war. Es wurde alles korrekt und mit großer Sorgfalt erledigt, der Kontakt mit den Vermittlern, die Live-Tracking-Ansicht wo die Hunde sich während des Transports befinden war perfekt.
Was kann ich über Yoshi/Lamos sagen: Es wurden uns Bilder/Videos von unserem Schatz gesendet und unsere Erwartungen wurden weit übertroffen.
Schon jetzt nach 3 Wochen, wissen wir, dass wir diesen Hund für immer bei uns haben wollen. Klar, anfangs schüchtern und ängstlich entwickelt er sich zu einem liebevollen verschmusten Hund. Er hat sein Bett vom ersten Tag an akzeptiert, bellt nicht im Haus, schläft mittlerweile durch und bettelt auch nicht beim Abendessen am Tisch. Beim Gassi gehen im Dorf geht er bei Fuß, er interessiert sich nicht für andere Hunde oder Menschen. Auf dem Feld oder Wiese ist er mit der Nase am Boden, freut sich wenn ich mit ihm an der Schleppleine um die Wette renne. Er akzeptiert unsere Katzen und andersrum genauso, andere Hunde werden nicht beachtet oder beim kennenlernen sanft beschnuppert. Ich übe täglich einige Kommandos und man merkt, dass er das auch möchte!
Mal sehen wie es mit unserem Kerlchen weitergeht Hundeschule etc...
Eines wissen wir aber genau, diesen/meinen Buddy geb ich nicht mehr her, wir haben ihn so sehr in unser Herz geschlossen. Auch wenn es noch Arbeit & Geduld erfordert, wir stehen zu 100% hinter ihm...
Wir lieben unseren Yoshi
Familie Ströbel
Wir durften am 6.03.2021 unseren Hund aus Griechenland in Empfang nehmen und sind sehr glücklich!
Ich kann nur sagen das es ein ganz toller Hund ist und wir diese Entscheidung, einen Hund zu adoptieren nicht bereut haben.
Er ist zwar erst ein paar Tage hier aber so lieb, entspannt und anhänglich, nicht ängstlich, einfach genial!
Der kleine Kerl Spuddy ist genau so wie wir uns ihn vorgestellt haben!
Vielen Dank das wir ihn adoptieren durften.
Ich persönlich bin auch begeistert mit wieviel Liebe der Transport nach Deutschland begleitet wird und organisiert wird.
Ich wünsche Allen, die einen Hund adoptieren viel Erfolg!
Dem Team von SOS - Dogs weiterhin viel Erfolg bei der Vermittlung!
Wir sagen Danke!!
LG von der Ostsee! Martina
Euch allen ein gutes und gesundes neues Jahr wünschen Toscha und seine Familie!
Auch wir möchten uns nun endlich für die gute und wertvolle Vermittlungsarbeit bedanken:
Toscha kam im Oktober 2018 zu uns. Ein wunderschöner junger Hund, dem leider der Mut und das Vertrauen in sich selber und den Menschen fehlte. Unverständlich wieviel Angst und Schrecken ein so junger Hund bereits erlebt haben musste.
Dank der liebevollen Begleitung und Unterstützung seiner Pflegerin, fand Toscha trotzdem erstaunlich mühelos den Weg in unsere Familie. Toscha ist seitdem jeden Tag ein klein wenig gewachsen-innerlich und äußerlich.
Der Anfang war etwas holprig, aber mit viel Geduld, Vertrauen und auch der Unterstützung einer Hundeschule, ist Toscha mittlerweile ein toller Familienhund und Kumpel geworden den wir nicht mehr missen möchten. Er geht neugierig und mutig in die Welt und lässt keine Kuschel- und Spieloption aus: mit großen und kleinen Menschen,männlich und weiblich und natürlich Artgenossen.
Ein großes Dankeschön für die Aufnahme und Vermittlung dieses wunderbaren Hundes.
Auf dass noch viele andere Vierbeiner ein ähnliches Glück haben dürfen, durch Euch Ihre passenden Menschen zu finden.
Liebe Grüße von Toscha und seiner Familie
Ich wollte unbedingt wieder einen Hund aus dem Tierschutz.
Chantal ist so wie sie damals auf der Internetseite beschrieben worden ist.
Am Anfang benötige unsere Chantal etwas Zeit um anzukommen.
Mit Geduld und unserem Hundetrainer haben wir große Sprünge hinbekommen.
Sie war von Anfang an eine tolle Hündin für uns.... mittlerweile ist sie angekommen und schwer beliebt.
Geduld ist bei solchen Hunden unheimlich wichtig und zudem sollte man ohne Druck an die Sache ran gehen.
Ich kann jeden nur Mut machen.
SOS Dogs hat uns gut beraten und unterstützt.
Dafür ein großes Dankeschön von uns....
Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes neues Jahr!
Pau (ehemals Boby) geht es sehr gut, er macht nun eine Ausbildung zum Schulhund und hat viel Freude am lernen.
Herzliche Grüße Andrea
ich wünsche euch eine schöne Adventszeit und ein geruhsames Weihnachtsfest und auch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021 das hoffentlich besser wird als das Jetzige. Unser Betty (vorher Cersei) ist wirklich ein Traumhund und absoluter Schmuser. Macht weiter so tolle Arbeit und bleibt gesund. Ganz lieben Gruß auch an das "Spanienteam". Bis bald
GLG
Bernd
Noch nie habe ich eine so sanfte Hündin kennengelernt.
Im Moment ist sie noch sehr zurückhaltend, es scheint, als möchte sie unsichtbar sein. Unsere beiden Jungs - ein GSSH und ein Labrador - spüren das auch und geben ihr den nötigen Freiraum. Ich bin so stolz auf die beiden.
Wir werden alles uns Mögliche tun, damit Malin wieder eine glückliche Hündin werden kann - versprochen!
Ganz herzlichen Dank für eure tolle Arbeit und das Vertrauen, welches ihr uns, mit der Übergabe dieser traumhaften Hündin, entgegen gebracht habt.
Liebe Grüsse aus der winterlichen Schweiz
Tabea, Peter und Doris mit Aslan, Junior und Malin
Bis bald liebes Hundekind😍