Gästebuch

Für Besucher und Adoptanten

Der Tierschutzverein SOS-Dogs e.V. hat Ihnen Ihren Hund vermittelt und Sie möchten uns und anderen Adoptanten von Ihren Erfahrungen berichten? Hier haben Sie die Möglichkeit, uns zu schreiben. Ihr Beitrag ist für alle Interessenten einsehbar und ist sicherlich für den ein oder anderen eine Entscheidungshilfe bei der Frage, ob es denn nun ein Hund aus dem Tierschutz sein darf – oder vielleicht sogar sein soll? Haben Sie Ihren Hund umgetauft? Bitte beziehen Sie sich in Ihrem Eintrag ins Gästebuch bitte auch auf den ursprünglichen Namen.

Sie sind auf der Suche nach einem Hund oder nach Infos zum Tierschutz in Spanien auf unsere Homepage aufmerksam gemacht worden und möchten uns mitteilen, dass sie zu Besuch waren? Vielleicht haben Sie auch Anregungen oder Verbesserungsvorschläge für uns.  Unser Gästebuch bietet Ihnen die Möglichkeit für eine Rückmeldung.

Wir danken Ihnen für Ihre Mühe und freuen uns, von Ihnen zu lesen!

Unter www.sos-dogs.de/Datenschutzerklaerung sind unsere Datenschutzhinweise zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten hinterlegt.

Einen neuen Eintrag für das Gästebuch schreiben

 
 
 
 
 
 
 
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Aus Sicherheitsgründen speichern wir die IP-Adresse 216.73.216.228.
Es könnte sein, dass der Eintrag im Gästebuch erst sichtbar ist, nachdem wir ihn geprüft haben.
Wir behalten uns das Recht vor, Einträge zu bearbeiten, zu löschen oder Einträge nicht zu veröffentlichen.
Bernd Niethammer aus Nieder-Olm schrieb am 06/06/2021 um 8:56 a.m.
Dies ist ein update zu meinen Vorstellungen, die ich jetzt vor fast zwei Monaten geschrieben habe... Wenn ich im folgenden "Wir..." schreibe, dann meine ich damit Molly und mich, und zwar im vollen Bewusstsein daß wir noch einen weiten Weg bis zu perfektem gegenseitigen Verständnis vor uns haben, und das ich von uns beiden eher der intellektuelle Typ bin - Molly ist sowas von gefühlsbetont...:-)
Molly (sie hieß früher Zarya) ist morgen 5 Wochen bei mir, und wir haben einiges miteinander erlebt, erlitten und bewältigt! Ich würde heute Mollies Zustand mal mit dem Wort "Angekommen" umschreiben. Wir haben es geschafft, Vertrauen zueinander aufzubauen, und wir arbeiten intensiv an unserer Kommunikation. Wir haben bisher erreicht, daß Molly mir glaubt, daß die Treppen in meinem Mehrfamilienhaus nicht vor der Tür des Hundeschlächters enden, daß sie freiwillig in die Box im Auto springt, "Sitz" auch ohne Leckerchen macht und ich das dauernde Gefühl habe, daß sie mich anhimmelt. Das beruht allerdings in weiten Teilen auf Gegenseitigkeit.
Wir arbeiten noch weiter intensiv an den Grundkommandos, in erster Linie an der Leinenführigkeit und der Abrufbarkeit. Hier hat mir persönlich der entsprechende, käuflich zu erwerbende Lehrgang aus der "Dog-University" von Daniel Jöres geholfen, vielleicht weil er ein abgeschlossenes Studium der Psychologie hat und damit oft eine Sprache spricht, die ich gut verstehe. Aber, wie gesagt, wir haben da noch so einiges zu lernen!
Natürlich hat´s auch einige Herausforderungen und Probleme gegeben! Molly hat zum Beispiel einen, wie ich finde, empfindlichen Magen. Wir hatten jetzt zwei mal einen wirklich heftigen Durchfall bei ihr zu verkraften, wobei beim ersten Mal der Besuch der Notaufnahme der Tierklinik in Hofheim unser wesentliches Sonntag-Abend-Programm war... Später gab´s noch einen Tierarztbesuch weil ich wissen wollte, wie denn ihr Gesamtzustand so ist - und der war, Anubis sei Dank, ganz ausgezeichnet!
Nach meiner Kenntnis wurde Molly in der Nähe von Moskau im Wald aufgegriffen, vermutlich im Alter von etwas über einem Jahr. Dort hat sie offenbar gelernt hochkonzentriert Spuren zu folgen, und sie hat wohl auch gelernt daß andere Hunde ihr nur ganz selten wohlgesonnen sind wenn es ums Überleben geht. Mit Menschen hatte sie vermutlich so gut wie keine Erfahrungen gemacht, vor allem keine oder nur extrem wenig schlechte. Da müssen wir ebenfalls ein bisschen für positive Erfahrung mit anderen Hunden sorgen was nicht ganz so einfach ist. Ich führe sie ausschließlich an der Leine, und das engt die Erfahrungen ein. Auf dem abgezäunten, riesigen Hundeplatz kann ich sie zwar frei laufen lassen, aber da laufen eben auch alle anderen Hunde frei herum. Allerdings ist Molly ziemlich schnell, aber sie kommt trotzdem zu mir wenn sie zu sehr bedrängt wird. Na ja, das ist sicher auch eine Altersfrage.
Ansonsten versteht es Molly die Herzen aller, die sie kennenlernen, für sich zu gewinnen! Das ist vor allem bei meiner Familie wichtig, ich habe drei Enkel zwischen sechs und einem Jahr. Meine jüngste Tochter hat sie einmal im Spiel etwas unsanft in die Hand gekniffen, bei mir war sie derartig sanft daß ich das noch nicht mal spüre, wenn sie meine Hand im Maul hat. Gehen tut das trotzdem nicht, und ich denke, das hat sie auch verstanden, aber ich muss das weiterhin sehr genau beobachten.
Fazit: ich könnte noch seitenlang weitere Sachen erzählen die wir gemeinsam erleben. Ich versuche aber, nicht nur die positiven Dinge zu erzählen, sondern auch die Herausforderungen. Fest steht aber, daß ich Molly nicht mehr missen möchte, auch wenn ich manchmal Mordgedanken im Herzen habe wenn sie mal wieder an der Leine zieht wie wenn´s kein Morgen gebe. Da hilft mir der Gedanke, daß das aufhören wird wenn wir noch besser miteinander zu kommunizieren gelernt haben.
Allerdings, wenn ich mir die Schuhe anziehe, dann ist mein Kopf genau auf Mollies Höhe, und sie kann ihre Zunge zwischen meine Augen und meine Brille schieben und dabei wie verrückt mit dem Schwanz wedeln und den Prozess des Schuheanziehens damit minutenlang ausdehnen. Warum kommt mir das nur nicht als vergeudete Lebenszeit vor??
Bitte warten …