Spendenaufruf für Viki aus Orsk

Wie in den südeuropäischen Ländern, gibt es auch in Russland unzählige notleidende Straßenhunde. Wir haben unter diesem Link die ehrenamtliche Arbeit von Elena und Olga vorgestellt, und kurz erwähnt, wie die Kosten gestemmt werden, wenn ein Hund von der Straße aufgelesen wird.
Für tierärztliche Untersuchungen, Impfungen, Kastrationen, eventuelle Operationen, Futter und die Betreuung durch Pflegestellen werden Spendengelder eingesetzt, die Olga und Elena durch Aufrufe im Internet erbitten. Deswegen hängt der Erfolg, bzw. ob überhaupt Straßenhunde gerettet werden können, fast ausschließlich von der finanziellen Unterstützung der Spender ab.
Warum die Betreuung eines Hundes durch eine Pflegestelle ca. 100 Euro im Monat kostet und nicht – wie bei uns in Deutschland -, als ehrenamtliche Tätigkeit angeboten wird, hängt damit zusammen: Die Tierfreunde, die Hunde zur Pflege aufnehmen, betreuen oftmals mehrere Hunde gleichzeitig, um mit diesem Zusatzverdienst ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder die Rente aufzubessern. Der Lebensstandard ist in Russland zwar nicht so hoch wie bei uns, aber bei etlichen Menschen geht es schlichtweg um ihr Überleben. Die Betreuungskosten verschlingen daher, neben den tierärztlichen Untersuchungen, das meiste Geld.
Unsere Tierschützerinnen Olga und Elena kümmern sich auch um Hunde, die weiterhin auf der Straße leben müssen, wenn z.B. das Geld fehlt, zusätzliche Pflegestellen einzusetzen. So haben sie Straßenhunde eingefangen, kastrieren und impfen lassen, aber wieder ausgesetzt. Diese Vierbeiner werden regelmäßig an festen Plätzen gefüttert und bei Krankheitsanzeichen zum Tierarzt gebracht.
Es gibt so viele Straßenhunde, weil es von offizieller Seite keine Kastrationskampagnen in Russland gibt. Verschiedene Tierschützer versuchen solche Kampagnen immer wieder ins Leben zu rufen, aber ohne eine regelmäßige finanzielle Unterstützung ist die Durchführung von solchen Maßnahmen leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Wenn die Spendengelder nicht ausreichen, greifen die beiden Frauen in die eigene Tasche, um die anfallenden Kosten selbst abzudecken. Die Tierschützerinnen tun ihr Möglichstes, aber leider sind ihre finanziellen Möglichkeiten mehr als begrenzt. Da immer wieder unverhoffte Notfälle hinzukommen, können auch keine Rücklagen gebildet werden. Unser Spendenaufruf betrifft einen solchen aktuellen Notfall.
Es gibt kontinuierlich durchgeführte „ Aktionen“, bei der Straßenhunde massenweise auf offener Straße abgeschossen werden, um die Population zu minimieren. Diese Schritte sind von der Regierung beschlossen und finden ganzjährig, in regelmäßigen Abständen, statt. Die Maßnahmen laufen unter dem Begriff „Einschläfern gefährlicher und/oder kranker Hunde.“ Die Hunde werden dabei mit Giftpfeilen beschossen.
Die Dezimierungsaktionen werden vorher nicht angekündigt. Es gibt Anweisungen, dass die Tötungen nachts durchgeführt werden sollen, wenn sich keine Menschen oder Kinder auf der Straße befinden; die „Schützen“ halten sich jedoch nicht wirklich daran. So ist es schon öfters vorgekommen, dass die Hunde auch tagsüber erschossen wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Hund krank oder gesund ist, gefährlich oder ungefährlich. Es sind alle betroffen, die in die Zielscheibe geraten. Hinzu kommen Privatpersonen, die zwar nicht an den städtischen Abschussmaßnahmen beteiligt sind, aber als „Freizeitsport“ auf Hunde schießen.
Die Stadt Orsk hat ca. 240 000 Einwohner, aber nur einige wenige versuchen aktiv, den Tieren zu helfen. Die meisten Menschen stehen den amtlichen Tötungen ziemlich gleichgültig gegenüber (natürlich gibt es auch Ausnahmen). Die russische Bevölkerung hat eine andere Mentalität und vor allem ganz andere Sorgen. Es bedarf noch viel Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, dass die Menschen Verständnis für die Rettung herrenloser Streuner entwickeln oder Empathie für Straßentiere empfinden.
Am 29.03.2019 gab es wieder einen traurigen Vorfall in Orsk. Die Hündin,die man auf dem Bild sieht, wurde Opfer eines Privatschützen. Sie wurde verletzt auf der Straße liegengelassen, bis sie glücklicherweise von Olga entdeckt und mitgenommen wurde. Wir gaben ihr den Namen Viktoria bzw. Viki. Olga fuhr ohne zu zögern mit ihr zur Tierklinik und Viki wurde dort sofort operiert. Glücklicherweise hat sie überlebt und kann jetzt langsam genesen.
Da die OP-Kosten, der weitere Klinikaufenthalt bzw. die Nachsorge den finanziellen Rahmen unserer Tierschützerinnen sprengen, möchten wir zu einer Spendenaktion für Viki aufrufen.
Viki steht stellvertretend für alle Straßenhunde in Russland, denen Elena und Olga helfen, um wieder auf die „Pfötchen“ zu kommen.

Das Spendenkonto

Tierschutzverein SOS-Dogs e.V.

Mainzer Volksbank eG
IBAN: DE28 5519 0000 0949 9590 19
BIC: MVBMDE55

Natürlich könnne Sie Ihre Spende auch per PayPal überweisen:




Bitte geben Sie unbedingt den Verwendungszweck an:
Spende – Viki aus Orsk
*bei einer Überweisung fallen für den Verein keine Gebühren (wie z.B. bei Paypal) an.